Wie du an dein Branding als leise Selbstständige gelassen und mit Plan herangehst

Damit dein Business-Branding als leise Selbstständige kein Schnellschuss wird, solltest du beherzt und mit Weitblick an die Sache gehen.

Wenn du als leise Selbstständige dein eigenes Business planst oder auch wenn du schon gestartet bist, wirst du irgendwann an den Punkt kommen, dass du ein professionelles visuelles Branding benötigst. Es soll dich und dein Business authentisch nach außen zeigen und neue Kunden auf dein Angebot aufmerksam machen.

Ein gutes Branding, das den richtigen Glow-Faktor hat, benötigt jedoch seine Zeit und sollte nicht mal so aus der Hüfte geschossen werden. Als Markenbotschafter soll dein Branding für dich als Selbstständige ja die nächste Zeit Bestand haben.

 

01 – Verschaffe dir einen Überblick

Stell dir vor, du stehst in einem Wald voller Bäume… du siehst nichts mehr vor lauter Bäumen. Was machst du? Du gehst auf eine Anhöhe und verschaffst dir zunächst von oben einen Überblick. Genauso solltest du auch in Bezug auf deinen Außenauftritt vorgehen. Nimm dir ein wenig Ruhe und Schreibzeug und schreib auf, was du genau für deinen Launch benötigen wirst. Oftmals kommt hier mehr zusammen als man auf den ersten Blick denkt! Denke zum Beispiel an:

  • Logo & Submarken
  • Farbpalette
  • Schriftpalette
  • Individuelle Icons
  • Website
  • Brand-Fotos für Webseite
  • Geschäftsdrucksachen wie Visitenkarten, Briefbögen
  • Social Media Grafiken für deine Kanäle
  • Autobeschriftung
  • E-Book
  • Unterlagen wie Präsentationsfolien
  • etc.


Hast du dir erst mal einen Eindruck verschafft, was für dein visuelles Branding alles benötigt wird, geht es nun ans Priorisieren. Denn vermutlich wirst du nicht alles auf einmal umsetzen wollen. Als Basis rate ich dir, mit Logo, Schrift- und Farbpalette zu beginnen. Von hier aus kannst du dein ganzes weiteres Brand-Design aufbauen. Überlege auch, was davon du selbst umsetzen möchtest und kannst und in welchen Bereichen es Sinn macht, Arbeiten direkt an einen Profi abzugeben, der fit in seinem Bereich ist und die Sache schneller als du umsetzen kann.

 

02 – Erstelle einen groben Zeitplan für dein Branding

Hast du alles parat, was du für dein Branding benötigst, geht es an die Erstellung eines ersten groben Zeitplans. Dieser sollte alle wichtigen Eckpunkte enthalten, die von deiner Seite aus feststehen: Wie zum Beispiel dein Launch-Datum, aber auch arbeitsfreie Zeiten wie Urlaub und Feiertage, oder auch Zeiten, in denen du nicht erreichbar bist. Der Zeitrahmen kann sich da mitunter schon schnell einengen. Und dann ist es gut einen Eindruck davon zu haben, wieviel Zeit dir tatsächlich zur intensiven Arbeit an deinem Branding zur Verfügung steht. Darüber hinaus solltest du dir auch einen Budgetplan erstellen. Was kannst du und vor allem willst du für dein Branding investieren? Kalkuliere hier mit Puffer, damit du eventuelle spätere Entscheidungen, wie vielleicht die für das etwas teurere Papier, gelassen abfangen kannst.

 

03 – Kontaktiere Dienstleister rechtzeitig

Mein Tipp von Herzen: Schau dich frühzeitig nach geeigneten Dienstleistern um, die mit dir vertrauensvoll an deinem Branding arbeiten. Es ist immer sinnvoll, rechtzeitig Ausschau zu halten.

Zum einen wirst du verschiedene Anbieter hinsichtlich ihres Angebots und ihrer Preise vergleichen wollen. Zum anderen ist es so, dass dein Wunsch-Experte auch Kapazitäten frei haben muss. Sprich bei deinem Erstgespräch direkt über deinen Zeitplan, deine Wünsche und frage nach freien Slots für dein Branding.


 

04 – Plane 4 bis 6 Wochen für dein Brand-Design ein

Aus meiner eigenen Erfahrung ist es ausreichend, für ein Basis-Design aus Logo, Farbpalette und Schriftpalette mit dazugehörigem Moodboard und Submarken rund 4 bis 6 Wochen einzuplanen. So hast du genügend Zeit, die Entwürfe auf dich wirken zu lassen, ohne übereilte Entscheidungen treffen zu müssen. Zum anderen ist der Zeitrahmen auch für den Designer passend, um etwaige Änderungswünsche oder Korrekturschleifen gut umsetzen zu können. Auf den ersten Blick mag der Zeitraum lang erscheinen. Wenn du dir aber bewusst machst, dass du dich während einem professionellen Branding intensiv mit deinem Markenkern, deinen Werten und deiner Zielgruppe auseinandersetzen musst, rückt es die Zahl wieder ins rechte Licht. Denn nur wenn die Basis – deine einzigartige Positionierung und Markenstrategie –  für dein Branding vorhanden ist, kann es auch zum echten authentischen Verkaufsförderer für dich werden.

Branding Selbstständige

 

 

05 – Implementierung des Brand Design

Wenn dein Logo, deine Farben und Schriften erst ein mal stehen, beginnt erst der größte Teil der Arbeit. Dein Brand Design muss implementiert, d.h. auf alle Medien angewendet werden.

Unterschätze diesen Part des Prozesses bitte nicht. Denn zum einen gilt es hier z.B. Fakten wie Zeiten für Drucklegung oder Fertigung zu beachten. Zum anderen gibt es in dieser Phase oft Hindernisse oder kleine Schwierigkeiten, die aufkommen. 

Manchmal passt dann eines nicht zum anderen. Die Farbe kommt im Druck nicht so raus, wie man sich es erhofft hat oder der Drucker im Homeoffice will partout das eine Datenformat nicht ausdrucken. In dieser Phase sind häufig kleinere Anpassungen nötig, um dem Design den letzten Schliff zu geben. Also, mein Tipp: Hierfür unbedingt einen Zeitpuffer einplanen und vor allem die Nerven bewahren.

 Quote Success Silence

 

06 – Schau, was parallel laufen kann

Ein weiterer Tipp von mir: Schau welche Dinge oder Prozesse parallel laufen können. Zum Beispiel kannst du schon während der Bearbeitung deines Logodesigns die Struktur und Inhalte für deine Webseite ausarbeiten. 

Andere Prozesse können natürlich nur aufeinander folgen: Zuerst muss dein Moodboard mit Tonalität und deine Farben festgelegt sein. Erst danach macht es Sinn, die neuen Brand-Fotos von dir vom Fotografen schießen zu lassen. 

Wichtig ist auch eine gute Abstimmung der jeweiligen Dienstleister untereinander und dass du alle Beteiligten auf dem aktuellen Stand hältst.

 

07 – Vertraue auf Profis bei deinem Branding

Nicht immer ist es sinnvoll alles selbst zu machen. Vertraue auf Profis und gib Arbeit an Dienstleister deines Vertrauens ab. Das hält dir den Rücken frei, dich mit deinem eigentlichen Business zu beschäftigen. Darüber hinaus spart es dir jede Menge Nerven.

 

08 – Gib immer zeitnah Feedback

Zeitnahes Feedback ist enorm wichtig, damit alle ihre Deadlines einhalten können. Versuche möglichst kurzfristig deinem Designer, Texter oder Webentwickler Rückmeldung zu geben. So vermeidest du unnötige Durststrecken, in denen es nicht weitergeht und womöglich zu Verzögerungen im Zeitplan kommt.  Zum Thema Feedback geben habe ich schon einen hilfreichen Beitrag verfasst. Schau in dir hier gerne an.

 

09 – Halte dir den Rücken frei

Zum Schluss noch ein guter Rat von mir an dich: Halte dir den Rücken frei. Oftmals wird unterschätzt, wieviel Zeit und Raum ein Branding einnimmt. Die intensive Beschäftigung damit wird sich aber für dich langfristig auszahlen. Halte dir deshalb in der heißen Phase wirklich deinen Terminkalender frei. Versuche dich auf dein Branding als das anstehende, wichtige Thema zu fokussieren und dich drauf wirklich von Herzen einzulassen. Es lohnt sich.

 

Fazit: Ein gutes Branding nimmt Zeit in Anspruch und ist ein Prozess. Mit der rechtzeitigen Planung von Ressourcen und der guten Koordination aller beteiligten Dienstleister wird es aber zu einer handelbaren Sache, die Freude macht!


 

Du suchst noch mehr Tipps und Inspirationen? Schau doch mal hier:

 

Checkliste für dein Branding

Lade dir hier deine Branding Checkliste mit den 12 Must-haves für eine empathische Marke herunter und melde dich zu meinem Branding Letter mit weiteren regelmäßigen Tipps und Tricks für dein Branding an.

Du kannst deine Einwilligung jederzeit widerrufen indem du auf den Abbestellen-Link klickst, den du am Ende jeder Mail findest, die du von uns erhälst. Wir werden deine Informationen mit Sorgfalt und Respekt behandeln. Weitere Informationen zum Datenschutz findest du hier.